Oma, Opa, Enkel: Beziehung im Wandel

Die Beziehung zwischen Großeltern und Enkeln ist heute viel enger als noch in der Generation davor, und sie verändert sich mit dem Heranwachsen der Enkel
von Caroline Mascher, 20.09.2017

Sandkasten-Freunde: Großeltern sind perfekte Spielkameraden

W&B/Szczesny

0 bis 3 Jahre: Babysitter

Das Enkelkind ist da! Großeltern können jetzt als Babysitter punkten, denn in dieser Phase brauchen vor allem die jungen Eltern Unterstützung. Experten wissen: Je besser die Beziehung zu den Kindern, desto enger ist später die Bindung zu den Enkeln. Präsent sein reicht. Das Langzeitgedächtnis der Kleinen entwickelt sich erst langsam.

3 bis 5 Jahre: Beste Spieler

Die heiße Phase der Beziehung beginnt. Oma und Opa sind oft die ersten Bezugspersonen außerhalb des Nests. Als unermüdliche Spieler und Bewunderer schaffen sie Bindung. Aber auch Fernbeziehungen sind möglich. Ab drei helfen Fotos, ab vier können Kinder via Skype und Telefon etwa dem Einschlaflied lauschen.

6 bis 9 Jahre: Entdeckerfreunde

Aus Kleinkindern werden Schulkinder: Großeltern sind ideale Begleiter bei den ersten Schritten außerhalb der Familie. Sie sind super Partner für Ausflüge sowie Entdeckungstouren und geduldige Mitspieler. Bei Schulstress helfen sie durch verständnisvolles Zuhören.

10 bis 15 Jahre: Erste Anlaufstelle

Jugendliche suchen ihre eigene Identität und fühlen sich von Großeltern häufig ernster genommen als von den eigenen Eltern. Da helfen Geschichten von den Ursprüngen der Familie oder aus der Jugend der Eltern. Auch eine erste Reise ganz allein kann zu Oma und Opa führen.

15 bis 17 Jahre: Starthelfer

Die Enkel werden flügge. Großeltern sind gute Starthelfer in die Selbstständigkeit, mit einem Zuschuss für den Führerschein oder als geduldige Beifahrer. Spätestens jetzt ist es von Vorteil, wenn sie neue Kommunikationswege beherrschen: Videobotschaften oder Selfies schicken, Nachrichten per WhatsApp schreiben. Die Enkel zeigen, wie es geht.


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