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Camping - dem Himmel ganz nah

Camping ist in Coronazeiten eine begehrte Urlaubsform. Wertvolle Tipps für Einsteiger und drei Topziele in Deutschland

von Petra Haas, 18.05.2021

Strand an der Ostsee

Den Camping-Urlaub vorbereiten

Wohnmobil mieten

Ein Wohnmobil oder Wohnwagen ist teuer, selbst gebraucht. Für Einsteiger und Gelegenheitscamper ist ein Mietmobil die beste Wahl. Ältere kommen gut klar mit Kastenwagen oder Teilintegrierten mit etwa 6 Metern Länge. In der Nebensaison (empfohlen!) kostet ein Mietmobil circa 100 Euro pro Tag. Bei einem Händler vor Ort mieten und zeitig reservieren.

Ausstattung prüfen

Mehr Sicherheit und Komfort bieten Automatik, Tempomat, Rückfahrkamera, Camping-Navi mit großem Bildschirm. Zudem: Klimaanlage und Heizung, ebenerdige Längsbetten sowie eine ausfahrbare Treppe zum Ein- und Aussteigen.

Räder mitnehmen und transportieren

Räder, E-Bikes kommen mit? Ältere sollten bei Heckträgern nach einem modernen Träger mit absenkbaren Schienen fragen. Auch für Heckgaragen gibt es Komfortlösungen. Gute Anbieter rüsten Mietmobile nach Kundenwünschen nach.

Vor der Reise zum Fahrsicherheitstraining

Ob Motor, Wasserversorgung oder Gas – ein bis zwei Stunden dauert eine solide Fahrzeugübergabe. Als Merkhilfe kann man wichtige Handgriffe mitfilmen, etwa  mit dem Smartphone. Auch eine begleitete Probefahrt gehört dazu. Experten raten zu einem Fahrsicherheitstraining.

Buchen und Koffer packen

Sich clever versichern

Empfehlenswert: eine Reiserücktritts- und Reiseabbruchversicherung speziell für Camper, bei Mietmobilen eine Selbstbehaltsversicherung. Passiert ein Parkrempler, senkt dieser den Selbstbehalt, zum Beispiel von 1000 auf 250 Euro.

Campingplatz reservieren

Einen Platz finden Urlauber via Campingführer oder Internet. Zeitig buchen und gleich nach kulanten Stornierungsregeln fragen. Bis kurz vor der Anfahrt erkundigen, welche Einschränkungen es evtl. durch Corona gibt. Online geht das einfach unter www.apotheken-umschau.de/corona-reisecheck. Auch als App.

Inning am Ammersee

Sich richtig ausrüsten

Aktuelle Karten, Ausweis, Führerschein, Versicherungskarte, Vignette bei Auslandsreise. Kontaktdaten vom Vermieter und Campingplatz. An Medikamente, die Reiseapotheke sowie ein CEE-Stromkabel und eine Kabeltrommel denken.

Den Wagen beladen

Leichte Dinge oben, Schweres bodennah verstauen. Offene Fächer leer lassen. Kleidung in Hängeschränke. Grill, Sitzmöbel, Räder in Heckgarage gut sichern. Zuladungsgewicht beachten.

Auf den Weg in den Urlaub

Das Navi vor der Fahrt programmieren

Mit dem Camper durch die Altstadt? Ist die Brücke hoch genug? Ein gutes Navi für Reisemobile beachtet solche Dinge bei der Routenplanung. Bereits vor Abfahrt damit vertraut machen, die Maße und das Gewicht des Fahrzeugs eingeben und geeignete Routen auswählen.

Sicherheit an Bord

Tank voll? Reifendruck okay? Ölstand passt? Ladung gesichert? Sämtliche Türen und Schubladen sollten während der Fahrt fest verschlossen sein. Die Anschnallpflicht gilt für alle Mitfahrer. Während der Fahrt keinesfalls im Wohnmobil herumlaufen.

Elbsandsteingebirge

Zwischendurch pausieren

Auf Autobahnraststätten gibt es oft Extra-Parkplätze für Reisemobile. Ist ein Parkplatz nur für Lkw oder Pkw ausgewiesen, ist er für Camper tabu. Ohne Stress manövrieren: gut, wenn sich Fahrer und Mitfahrer über konkrete Handzeichen verständigen.

Gemütliche Etappen

Vier Stunden bis zum Ziel: Besser die Hälfte der angegebenen Fahrzeit dazurechnen, mit sechs Stunden rechnen. Mit Pausen wird daraus eine Tagestour. Fragen: Wann kann man einchecken? Mittags haben manche Campingplätze zu.

Auf dem Campingplatz

Einchecken

Vor der Schranke parken. An der Rezeption registrieren lassen, Reservierungsschein, Pässe mitnehmen. Mit dem Plan auf den Platz fahren, vorher vielleicht zu Fuß erkunden. Strom- und Wasseranschluss erklären lassen.

Einrichten

Rangieren: Mit der (Schiebe-)Tür oder Markise zur Aussicht. Bei Schräglagen helfen Auffahrkeile. Vorher Handhabung üben. Vorzelt aufbauen, Frischwassertank füllen, Stromkabel mit Kabeltrommel an die Steckdose hängen. Meist stehen Nachbarn bereit, um zu helfen.

Regeln kennen

Camper grüßen sich. Ab 22 Uhr gilt Nachtruhe – ab einer gewissen Uhrzeit ist abends auch die Schranke zu. Wichtig für Ausflügler! Ob etwa Grillen mit Holzkohle oder nur mit Gas erlaubt ist – spezielle Regeln stehen auf einem Aushang bei der Rezeption.

Unsere Experten: Fachberatung: Thomas Biersack, Camping-Experte ADAC SE, München; Thomas Liebscher, Reisemobil-Experte aus Sulzemoos

Reiseziele

Falls Verreisen im Frühling aufgrund der Corona-Pandemie noch nicht möglich ist: Heben Sie sich unsere Tipps für später auf!