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Glück vor der Haustür: Abenteuer in Deutschland

Von Allgäu bis Nordsee: Warum sich ein Urlaub in Deutschland lohnt, plus Tipps für Abenteuer vor der Haustür.

von Petra Haas, aktualisiert am 18.06.2020
Eibsee

Der Eibsee in der Nähe von Garmisch lockt jährlich viele Besucher an.


Corona-Pandemie: Erkundigen Sie sich, bevor Sie Ausflüge oder einen Urlaub planen. Welche Regeln und Schutzmaßnahmen gelten?

Paddler im Spreewald

Paddeln im Spreewald

Was man erlebt: Fluss und Wald werden hier eins. Unzählige Fließe schlängeln sich labyrinthartig durch das brandenburgische Binnendelta. Am gemütlichsten erkundet man es mit dem Kanu – und staunt beim ­­Dahingleiten über die Artenvielfalt. In dem Biosphärenreservat brüten Seeadler, Weiß- und Schwarzstörche, Insektenkundler freuen sich über rund 900 Schmetterlingsarten.

Wo? Kanutouren mit Verleih starten in Burg, Lübbenau, Leipe, Lübben und Schlepzig.

Tipp: Aktive finden ein tolles Radwegenetz und können sich auf die Spuren der Spreewaldgurke begeben.

Felsentor im Uttewalder Grund, Sächsische Schweiz

Entlang des Malerwegs

Was man erlebt: Die 112 Kilometer lange, anspruchsvolle Route im Elbsandsteingebirge lässt sich in acht Etappen bewältigen. Doch die märchen­haften Ausblicke erschließen sich einem schon bei einer Tages­­tour. Den Caspar-David-Friedrich-Rundweg säumen Infotafeln mit Landschaftsmotiven des Künstlers.

Wo? Die Wanderung beginnt und endet in Bad Schandau, im Ortsteil Krippen. Gehzeit: circa vier Stunden

Tipp: Sie fotografieren leidenschaftlich gern? Jedes Jahr kürt eine Jury die besten Bilder von Hobbyfotografen. Informationen: www.saechsische-schweiz.de

Nachgefragt bei Dr. Gerhard Reese, Professor für Umweltpsychologie an der Universität Koblenz-Landau:

Abenteuer vor der Haustür, weshalb sind sie wichtig?

Prof. Reese: Wer es schafft, dem Alltag öfter mal in die Natur zu entfliehen, schöpft neue Kraft. Für solche kleinen Fluchten muss man ­weder weit wegfahren noch viel Zeit aufwenden. Gut tut das vor allem Älteren, die ansonsten nur selten rauskommen. 

Wie spürt man die Erholung?

Man merkt, wie der Herzschlag ruhiger wird, fühlt sich gelöster, lacht häufiger. Sorgen treten in den Hintergrund. Man fokussiert stärker auf das Hier und Jetzt.

Paddeln, Wildtiere entdecken – wie weiß man, was passt?

Man sollte sich nicht überanstrengen, darf aber ruhig Ungewohntes ausprobieren. Kanufahren ist etwa ideal, wenn das Gehen Probleme bereitet. Paare können sich vorab überlegen, was hat uns früher Spaß gemacht? ­Wa­­rum nicht wie in jungen Jahren eine Nacht im Zelt verbringen?

Amrum

Expedition "Small Five"

Was man erlebt: Bei einer geführten Wattwanderung über glitschige Sandrippen marschieren, die Weite des Horizonts aufsaugen. Auf Tuchfühlung gehen mit den kleinen Stars des UNESCO-­Weltnaturerbes: Wattwurm, Herzmuschel, Strandkrabbe, Watt­schnecke und Nordseegarnele sind perfekt angepassst, wenn sich Ebbe und Flut im Sechs-Stunden-Takt abwechseln.

Wo? Organisierte Wattführungen von Emden bis Sylt

Tipp: Mit dem Wattwanderzentrum Ostfriesland in Harlesiel eine Tour bei Sonnenuntergang unternehmen

Eibsee

Über den Eibsee gleiten

Was man erlebt: Türkisfarbenes Karibikwasser, umgeben von kanadisch anmutender Wildnis. Die Zugspitze malerisch im Hintergrund. Sportliche, die das kühle Wasser des Eibsees nicht scheuen, paddeln auf breiten SUP-Boards lautlos über den fischreichen Gebirgssee. Die Ausrüstung kann man vor Ort ausleihen.

Wo? Mit dem Bus in 40 Minuten von ­Garmisch bequem zum Eibsee

Tipp: Ebenso sportlich: eine Fahrt im Tretboot. Oder den Gebirgssee in zwei Stunden zu Fuß umrunden

Baumhaus

Im Baumhaus übernachten

Was man erlebt: Den Wald aus der Eichhörnchenperspektive ­betrachten. Eine Nacht im Baumhaus ist für viele der Kindheits- traum schlechthin. Ob Sonnenbalkon oder Panoramafenster – die Unterkünfte sind meist sehr komfortabel.

Wo? Der in Niedersachsen gelegene Naturpark Solling bietet Baumhäuser mit verschiedenen Themen.

Tipp: Wipfelhotels finden sich in fast allen Bundesländern – auch behindertengerechte. Im Wolfcenter Dörverden genießen die ­Gäste einen Blick ins Wolf-­Freigehege.

Raubkatze Luchs

Auf zur Luchs-Safari

Was man erlebt: Feine Haarpinsel, buschiger Backenbart. Nachtaktiv und perfekt getarnt, ist die größte Wildkatze Europas in freier Wildbahn selten zu beobachten. Gute Chancen haben Besucher, die sich im Tier-Freigelände des Nationalparks Bayerischer Wald auf die Lauer legen.

Wo? Rundweg zum Luchsgehege ab Nationalparkzentrum Lusen oder Falkenstein

Tipp: Eine Wandersafari mit Ranger unternehmen. Infos unter www.nationalpark-bayerischer-wald.bayern.de


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