Was tun bei Sportverletzungen?

Eine Prellung oder Verstauchung hat jeder Hobby-Sportler schon einmal erlebt. Was bei diesen Problemen am besten hilft, erklärt Apotheker Thorsten Stoye
von Elke Schurr, 02.10.2017

Laufschuhe schnüren: Bei Beschwerden den Sport unterbrechen

iStock/Maridav

Leichtere Gelenkverstauchungen, Prellungen oder Muskelzerrungen kann jeder Sportler ohne Weiteres in Eigen­regie versorgen. Und zwar nach der einfach zu merkenden PECH-Regel: Pause, Eis, Compression, Hochlagern.

Pausieren ist notwendig, weil der verletzte Körperteil ruhig gestellt werden muss. Weiterzujoggen oder weiterzuradeln könnte das Ganze nur verschlimmern. Außerdem sollte der Muskel oder das Gelenk sofort gekühlt werden. Die Kälte verlangsamt den Stoffwechsel im Gewebe: Sie wirkt Blutergüssen und Schwellungen entgegen. Das macht die Verletzung zudem erträglicher.

Doch Vorsicht! Eis, Kühlakkus oder Coldpacks aus dem Gefrierfach nie direkt auf die Haut, sondern zwischen Eis und Haut ein Tuch legen. Aber nicht zu lange kühlen: Immer wieder eine Pause einlegen, dafür mehrmals wiederholen. Ein leichter Druckverband zur Kompression verhindert, dass sich die Blutung oder Schwellung ausbreitet. Ihr Apotheker zeigt Ihnen geeignete Verbände für zu Hause. Schließlich sollten Sie den verletzten Körperteil hochlagern, damit weniger Blut zugeführt wird. Das lindert die Schwellung und den Schmerz.

Gehen Sie zum Arzt, wenn Sie unsicher sind, und auch dann, wenn Sie starke Beschwerden haben oder diese sich nicht innerhalb von zwei bis drei Tagen deutlich bessern.


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