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Dieser Rollator passt zu mir!

Sie lieben Wandern, reisen gerne oder sind viel daheim? Welcher Gehwagen sich für Ihre Ansprüche am besten eignet

von Raphaela Birkelbach, aktualisiert am 19.04.2020

Rollatorkunde

Der Häusliche

  • Was zeichnet ihn aus? Die Gehhilfe ist ausschließlich für den Wohnbereich gedacht. Leichter (Gewicht etwa sieben Kilo), schmaler und wendiger als ein herkömmlicher Rollator für draußen.
  • Wie ausgestattet? Gestell aus Aluminium, Plastik oder (teilweise) aus Holz, durchgehender Bremsbügel am höhenverstellbaren Schiebegriff, 
extrakleine Räder, kein Sitz, dafür abnehmbares Tablett mit Stoffkorb. Belastbar bis 100 Kilo.
  • Für wen? Für Menschen, die sich viel daheim aufhalten oder ihren (Zweit-)Rollator für draußen im Treppenhaus ­geparkt haben. Finanzierung und Rezept mit Krankenkasse klären.
  • Tipp: Sie haben wenig Kraft 
in den Armen und Händen? Mit dem Wägelchen können Sie gut Dinge transportieren.
Rollatorkunde

Der Klassiker

  • Was zeichnet ihn aus? Standardmodell, das die Krankenkasse zur Verfügung stellt, wenn ein Rezept vom Arzt vorliegt (Eigenanteil 10 Euro)
  • Wie ausgerüstet? Grund­ausstattung: vier Räder, Handbremsen, Sitz, Korb, Stockhalter, höhenverstellbare Griffe und Reflektoren. Gehwagen lässt sich mit Extras bestücken, etwa Rückengurt, Schloss 
oder Kissen. Gestell aus Stahl macht den Rollator schwer (bis zwölf Kilo) und weniger 
wendig, aber stabil. Sitzfläche belastbar bis 130 Kilo.
  • Für wen? Solider Helfer für drinnen und draußen, etwa 
kurzfristig nach einer Hüft-operation. Für sehr Aktive lohnen sich sportliche und leichtere Modelle, sie sind aber oft kostspieliger als ein Kassenmodell.
  • Tipp: Vom Profi die korrekte Haltung zeigen lassen!
Rollatorkunde

Der Flexible

  • Was zeichnet ihn aus? Gehwagen ist extraleicht und lässt sich einfach zusammenfalten.  
  • Wie ausgestattet? Gestell besteht aus Aluminium oder Kunststoff und ist nur bis ­sieben Kilo schwer. Ultraleicht sind Rollatoren aus Carbon, sie wiegen weniger als 
fünf Kilo. Ausgeklügeltes ­Faltsystem, um den Rollator 
zu verstauen. Große Taschen.
  • Praktisches Extrazubehör sind Ankipphilfen. Sie erleichtern das Überwinden von Bordsteinen. Belastbar bis 135 Kilo.
  • Für wen? Für Einkaufsfreudige und Reiselustige, die viel mit Auto und Bahn unterwegs sind. Über die mögliche Zuzahlung bei der Krankenkasse informieren. Oder den Rollator aus eigener Tasche bezahlen.
  • Tipp: Modelle mit Vollgummi- oder Softreifen sorgen für sicheres Bremsen. Mit Luftreifen oft zu abruptes Bremsen.
Rollatorkunde

Der Sportliche

  • Was zeichnet ihn aus? Besonders stabil und gut ge­federt, eignet sich der Rollator für Aufenthalte in der Natur.  
  • Wie ausgestattet? Gestell 
ist etwas breiter als bei herkömmlichen Gehwagen. Große, weiche Räder, Vorderräder sind größer, breite Reifen mit gutem Profil, breitere Spur der Hinterräder. Griffe besonders ergonomisch. Gut nachrüst­-
bar, etwa mit weiteren Reflektoren, Klingel oder Lampe. 
Bis 150 Kilo belastbar.
  • Für wen? Für Sportliche und Naturliebhaber, die gern auf Feldwegen unterwegs sind. Meist teurer als Standardmodell, daher bei Rezept vom Arzt mit Krankenkasse Eigenanteil verhandeln. Für manchen lohnt sich der Sportflitzer als Zweitanschaffung.
  • Tipp: Luftreifen verbessern die Federung. Vorher klären: Schaffe ich das Aufpumpen?
  • Fachliche Beratung: Thomas König, Reha-Hilfsmittelexperte aus Nürnberg

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