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Dont's in der Küche

Kleine Fehler können in der Küche böse enden. Dabei muss man nur wissen, wo die Fallen lauern

von Friedrich Bohlmann, 13.09.2021

Do´s and Dont´s in der Küche

Toaster nicht unter Hängeschränke

In Hängeschränken lässt sich vieles sehr bequem in Sichthöhe verstauen, und doch bleibt darunter noch Platz zum Arbeiten. Hauswirtschaftsleiterin Heike Kolloge aus Diepholz weist aber darauf hin, dass Toaster, Wasserkocher und Kaffeemaschine dort lieber nicht stehen sollten. In Betrieb könnten sich Hitze oder Feuchtigkeit stauen und die Oberschränke auf Dauer schädigen.

Tipp: Geräte vor Benutzung vorziehen oder gleich woanders hinstellen.

Mikrofasertuch nicht für Hochglanzflächen

Mikrofasertücher besitzen sehr feine Fasern mit unzähligen winzigen Zwischenräumen – Platz für viel Wasser und kleinste Schmutzpartikel. Diese können aber auf Hochglanzflächen hässliche Kratzer hinterlassen.

Expertin Kolloge rät zum Polieren empfindlicher Flächen zu speziellen hochwertigen Mikrofaserqualitäten aus dem Fachhandel. Sie wischt ohne Druck mit frisch gewaschenen Tüchern.

Gewürze nicht über Herd lagern

Praktisch, aber nicht sinnvoll: Gewürze über dem Herd. Denn wo Dampf aufsteigt und große Hitze entsteht, leiden die Gewürze am stärksten. Eine hohe Luftfeuchtigkeit lässt sie auf Dauer muffig schmecken, bei steigenden Temperaturen verflüchtigen sich viele empfindliche Aromen. Besser lichtgeschützt und fernab vom Herd lagern.

Steingut nicht auf Hochglanz-Arbeitsplatte

Geschirr aus Steingut im Landhaus-Look liegt derzeit voll im Trend. Sollten Teller und Tassen aus diesem Material nicht vollständig glasiert sein und auf der Unterseite noch offenporige Ränder haben, können sie auf Ceranfeldern oder Lackoberflächen feine Schleifspuren hinterlassen.

Auch bei einer schweren Auflaufform aus Steingut oder dem Römertopf drohen unschöne Kratzer. Abhilfe schaffen einfache Untersetzer. Solche aus Filz oder Kork passen gut zum Look der ländlich-rustikalen Keramik.

Pfannenwender nicht aus Melamin

Küchenutensilien aus Melamin-Harzen sind nur für kalte oder lauwarme Speisen geeignet. Darauf weist das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hin. Schon beim Einschenken heißer Flüssigkeit in einen Melamin-Becher gehen Melamin und Formaldehyd ins Lebensmittel über und können die gesundheitlichen Richtwerte überschreiten. Daher sollten Pfannenwender möglichst nicht aus Melamin bestehen, weil sie in Pfannen immer hohen Temperaturen ausgesetzt sind.

Wässriges nicht ins heiße Fett

Vorsicht, wenn Fett in der Pfanne erhitzt wird und plötzlich Wasser hi­neinspritzt. Die hohen Temperaturen des Fettes lassen das Wasser explosionsartig verdampfen. Dabei werden sehr heiße Fetttröpfchen mitgerissen.

Spritzer auf dem gesamten Herd sind die Folge, im schlimmsten Fall ernste Verbrennungen. Muss Fett hoch erhitzt werden, vorsichtshalber mit einem Pfannenspritzschutz arbeiten. Das empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Fettwissenschaft.

Beschichtete Pfanne nicht in der Spülmaschine

Geschirrspülmaschinenreiniger können auf Dauer die Versiegelung antihaftbeschichteter Pfannen angreifen. Hersteller raten daher, die Pfannen mit der Hand zu spülen.
Um dabei auch Festgebranntes ohne scharfe Mittel und starkes Scheuern zu lösen, vorher mit Wasser und etwas Handspülmittel einweichen.

Feuerfeste Form nicht auf Herdplatte

Eine feuerfeste Form verträgt gleichmäßig hohe Temperaturen im Backofen gut, eine heiße Herdplatte möglicherweise nicht. Ragt nämlich ein Teil der Form über die Platte hinaus, wird diese ungleichmäßig erhitzt. Es entstehen Spannungen, Risse drohen, die Form kann springen, warnt Haushaltsexpertin Heike Kolloge.