Tipps, wie Sie Ihren Balkon gestalten

Ihr Balkon ist klein, hässlich und voller Gerümpel? Kein Problem. So verwandeln Sie ihn in eine Wohlfühl-Oase

von Elsbeth Bräuer , aktualisiert am 01.05.2018

Balkonien: Grünpflanzen sorgen für eine entspannende Atmosphäre


1. Was für einen Balkon will ich eigentlich?
Bevor es ans Einrichten geht: Überlegen Sie sich genau, wie Sie den Balkon nutzen wollen. Soll es eine gemütliche Leseecke werden, ein Kräutergarten oder der Grillparty-Treff im Sommer? Davon hängt ab, wie viel Energie und Mühe Sie in den Balkon stecken wollen. Wer ohnehin schon wenig Zeit hat und auf dem Balkon nur ab und zu ein Glas Wein trinken will, wird sich pflegeleichtere Pflanzen anschaffen als der Hobbygärtner.

1. Was für einen Balkon will ich eigentlich?

Bevor es ans Einrichten geht: Überlegen Sie sich genau, wie Sie den Balkon nutzen wollen. Soll es eine gemütliche Leseecke werden, ein Kräutergarten oder der Grillparty-Treff im Sommer? Davon hängt ab, wie viel Energie und Mühe Sie in den Balkon stecken wollen. Wer ohnehin schon wenig Zeit hat und auf dem Balkon nur ab und zu ein Glas Wein trinken will, wird sich pflegeleichtere Pflanzen anschaffen als der Hobbygärtner.

2. Weg mit Dreck und Gerümpel!

Oft ist der Balkon eine Sammelstelle für alles, was in der Wohnung keinen Platz mehr hat. Ein alter Grill, verrostete Bänke oder die kaputten Schuhe: Stellen Sie alles getrost in den Keller oder werfen Sie weg, was Sie nicht mehr brauchen. Ein Neuanfang braucht Platz!

Und wenn Sie schon beim Aufräumen sind: Reinigen Sie Ihre alten Blumentöpfe vor dem Begrünen! Vor allem, wenn vorher Schädlinge in den Töpfen gewütet haben. Saubermachen geht am besten mit einem feuchten Lappen - wer ganz motiviert ist, kocht die Gefäße mit heißem Wasser aus oder stellt sie ins Zitronensäure-Wasserbad.

3. Neue Deko-Ideen

Für einen Balkon mit Stil kann man ein kleines Vermögen ausgeben - muss man aber nicht. Do-it-yourself-Deko ist gerade angesagt und kann großartig aussehen. Wie wäre es denn mit einer Sitzecke aus Europaletten? Oder mit einer Blumentopf-Kollektion aus Konservendosen? Aus einer alten Wein- oder Obstkiste lassen sich schnell ein Regal, ein Beistelltisch oder sogar eine Gemüsekiste zaubern. Mit dem Sichtschutz können Sie bunte Akzente setzen - zum Beispiel mit einem Sonnensegel, wasserdichtem Markisenstoff oder einer Bambusmatte. Wer es edel mag, hängt eine Lichterkette auf - und schon leuchtet der Balkon.

4. Die richtigen Pflanzen

Jeder Balkon braucht ein bisschen Grün! Bevor Sie aber wild drauflospflanzen, sollten Sie sich erst überlegen, welche Pflanzen für Sie in Frage kommen.

  • Befindet sich Ihr Balkon auf der Südseite, dürfen Sie mit viel Sonne rechnen. Das mögen besonders Pflanzen wie Lavendel, Hängepetunien, Zitronen- oder Orangenbäumchen.
  • Andere Pflanzen fühlen sich auch im Schatten wohl: Gut für Nordbalkone eignen sich zum Beispiel Hortensien, Fuchsien oder Begonien. 
  • Wer seine Pflanzen auch im Winter draußen lassen will, sollte sich etwa Efeu, Buchsbaum oder Erika kaufen.
  • Fangen Sie erst Mitte Mai an, Ihren Balkon zu begrünen. Denn bis zu den Eisheiligen kann‘s ordentlich kalt werden. Beim Eintopfen Pflanzensubstrat und Dünger nicht vergessen! 

5. Kräuter 

Mit frischen Kräutern auf dem Balkon lassen sich Sommergerichte schnell aufpeppen. Doch das Anpflanzen ist gar nicht so einfach. Kräuter haben unterschiedliche Ansprüche:

  • Mittelmeerkräuter wie Koriander, Rosmarin, Oregano oder Thymian brauchen viel Sonne und Wärme - und wenig Wasser. Gut geeignet sind sie für helle, sonnige Balkone. Auf Nordbalkonen wachsen sie zwar auch, aber oft langsamer.
  • Waldkräuter wie Waldmeister oder Bärlauch mögen Feuchtigkeit und Schatten, also ideale Kandidaten für dunklere Balkone. Sie sollte man viel gießen.
  • Kräuter mit ähnlichen Bedürfnissen am besten in Balkonkästen zusammenpflanzen. Geben Sie also keine mediterranen Kräuter wie Rosmarin oder Thymian in einen Topf mit Schnittlauch oder Basilikum, die viel Wasser brauchen. 

 

6. Rücksicht nehmen
Grundsätzlich würde man meinen: Was auf Ihrem Balkon passiert, ist Ihre Sache. So einfach ist es aber nicht. Ihr Balkon darf etwa den "Gesamteindruck" des Hauses nicht stören.
Erlaubt ist alles, was als Einrichtung gilt - das heißt: alles, was sich leicht wieder entfernen lässt. Ein einfacher Sichtschutz, ein Sonnenschirm? Kein Problem. Auch Blumenkästen dürfen Sie anbringen, solange sie sicher befestigt sind und sich nicht an einem windigen Tag selbstständig machen. Am besten bringt man sie an der Innenseite des Balkons an. Ob auch die Außenseite erlaubt ist, sehen die Gerichte unterschiedlich.
Nehmen Sie Rücksicht auf Ihre Nachbarn! Schauen Sie, dass Ihre Pflanzen nicht auf die andere Seite des Balkons hinüberragen, passen Sie beim Gießen auf, dass das Wasser nicht die Fassade hinuntertropft.
Größere Veränderungen sollten Sie auf jeden Fall mit Ihrem Vermieter besprechen. Der hat nämlich ein Wort mitzureden, wenn Sie Wände streichen, den Boden fliesen oder Markisen installieren wollen. Im schlimmsten Fall droht sonst die Kündigung.

6. Rücksicht nehmen

Grundsätzlich würde man meinen: Was auf Ihrem Balkon passiert, ist Ihre Sache. So einfach ist es aber nicht. Ihr Balkon darf etwa den "Gesamteindruck" des Hauses nicht stören.

  • Erlaubt ist alles, was als Einrichtung gilt - das heißt: alles, was sich leicht wieder entfernen lässt. Ein einfacher Sichtschutz, ein Sonnenschirm? Kein Problem. Auch Blumenkästen dürfen Sie anbringen, solange sie sicher befestigt sind und sich nicht an einem windigen Tag selbstständig machen. Am besten bringt man sie an der Innenseite des Balkons an. Ob auch die Außenseite erlaubt ist, sehen die Gerichte unterschiedlich.
  • Nehmen Sie Rücksicht auf Ihre Nachbarn! Schauen Sie, dass Ihre Pflanzen nicht auf die andere Seite des Balkons hinüberragen, passen Sie beim Gießen auf, dass das Wasser nicht die Fassade hinuntertropft.
  • Größere Veränderungen sollten Sie auf jeden Fall mit Ihrem Vermieter besprechen. Der hat nämlich ein Wort mitzureden, wenn Sie Wände streichen, den Boden fliesen oder Markisen installieren wollen. Im schlimmsten Fall droht sonst die Kündigung.

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