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Kochtipps: Dreimal anders

Clever vorbereitet ist halb gekocht. Die besten Tipps

von Heidi Loidl, 19.04.2021

Aufwärmen war gestern. Das  neue Vorkochen geht so: Sie kochen reichlich von einem Basisgericht. Es kommt einmal, wie es ist, und zweimal abgewandelt auf den Tisch. So wird es nicht langweilig, Sie sparen Zeit und werden auch zu zweit einer Sellerieknolle Herr. Was jedes Gericht enthalten sollte: viel Gemüse, eine Eiweißquelle wie Quark, Käse, Linsen, Fleisch oder Fisch und nicht zuletzt zum Sattwerden Reis, Kartoffeln, Nudeln oder Brot.

Ofengemüse

Basis: 1,2 kg Gemüse (Blumenkohlröschen, dünne Möhrenscheiben, Bohnen, Zwiebelachtel) mit 4 EL Öl mischen, mit Thymian, Zitronensaft, Pfeffer, Salz würzen, 25 Minuten bei 200 °C im Back­ofen auf mittlerer Schiene rösten.

heute: Ofengemüse mit Knoblauchquark und Bauernbrot

morgen: Eintopf: Kartoffelwürfel und Linsen mit Tomatenmark in Öl anbraten, Brühe dazu, alles garen, Ofengemüse dazu

übermorgen: Salat: Scheiben gekochter Kartoffeln mit Brühe, Essig, Öl, Pesto, Pfeffer anmachen, Ofengemüse unterheben

• Nicht wieder erhitzen: Blattgemüse, einige Kohlarten (Grün-, Chinakohl, Wirsing), Fenchel, Rote Bete – sie sind nitratreich.

Schmorgemüse

Basis: 150 g Zwiebelwürfel, 500 g gewürfeltes Suppengemüse in 2 EL Öl kurz anbraten, 800 g gehackte Tomaten (Dose) hinzufügen, 20 Minuten garen, pfeffern und salzen.
heute: Eintopf: So viel Brühe zum Schmorgemüse geben, dass die Konsistenz eines Eintopfs erreicht wird; dazu Brot.

morgen: Auflauf: Schmorgemüse und fast gare Nudeln in gefettete Form füllen, mit geriebenem Käse überbacken

übermorgen: Cremesuppe: Schmorgemüse mit Brühe erhitzen, pürieren, mit Brot servieren; lecker: gebratene Champignons obenauf

Tipps:
• Eintopf, den Sie nicht gleich auftischen, sollte vorzeitig vom Herd. Das Gemüse gart beim Aufwärmen fertig.
• Cremesuppen lieber erst nach dem Aufwärmen pürieren, Stücke in Brühe setzen weniger an.

Sellerie-Püree 

Basis: 1,2 kg Knollenselleriewürfel in wenig Wasser mit Zitronensaft garen, abgießen, mit 100 ml warmer Milch und 2 EL Butter zerstampfen oder pürieren, mit Muskat, Pfeffer und Salz würzen.

heute: Püree passt zu Hähnchen oder Lachs; dazu schmecken Pellkartoffeln

morgen: Cremesuppe: Brühe mit Püree erhitzen, Roquefort oder sehr reife Birne dazu, erwärmen, pürieren, abrunden mit Zitronensaft

übermorgen: Bratlinge: 250 g Püree, 40 g Weißbrot (getoastet, gewürfelt), 1 Ei, 50 g Quark, 50 g Käseraspel verkneten, würzen, löffelweise in beschichteter Pfanne in Öl braten

Extratipps für gutes Gelingen:

➔ Schnell abkühlen durch Umfüllen, damit sich wärmeliebende Bakterien nicht vermehren. Dafür eignen sich verschließbare Plastikdosen oder Gläser mit Deckel. Kleine Reste können im Topf bleiben.

➔ Reste sollten nicht wärmer als Zimmertemperatur sein, wenn Sie sie in den Kühlschrank stellen. Jedes Grad mehr bedeutet einen höheren Stromverbrauch.

➔ Nur abgedeckt in den Kühlschrank: mit Deckel auf dem Topf, Folie über der Schüssel oder in einer Box.

➔ Mehrzonenkühlschrank vorhanden? Die Kaltlagerzone ist ideal für Essensreste.

➔ Wieder erwärmen bis zum Siedepunkt, Suppen und Eintöpfe dabei umrühren, damit sich die Hitze gleichmäßig verteilt und nichts ansetzt.

➔ Portionsweise aufwärmen – so vermeiden Sie mehrmaliges Aufwärmen, was nur unnötig Energie und Vitamine kosten würde.

➔ Wichtig: Was Sie nicht am nächsten oder übernächsten Tag essen, zwischendurch einfrieren!