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Beschäftigungsideen für Menschen mit Demenz

Menschen mit Demenz sind oft unruhig und haben einen großen Bewegungsdrang. Wir haben ein paar Ideen gesammelt, wie Sie gemeinsam Zeit verbringen können.

von Orla Finegan, 21.09.2020

Spielen:

  • Werfen Sie einen Luftballon hin und her und versuchen, ihn in der Luft zu halten. Auch weiche Stoffbälle eignen sich.

  • Es gibt spezielle Memo-Karten (Zuordnungsspiele) für Senioren. Statt Tiermotive kann man dann zum Beispiel Sprichwörter zuordnen oder Sie werden selbst kreativ: Besorgen Sie verschiedene Getränke und passende Gläser. Lassen Sie Ihren Angehörigen zuordnen, in welches Glas das Weißbier gehört und in welches der Tee. Hier finden Sie weitere Memo-Ideen. Auf unserer Homepage können Sie auch online spielen.

  • Perlen auffädeln: Große Holzperlen lassen sich gut greifen und sind wahre Handschmeichler. Einfach im Spielzeug- oder Bastelgeschäft nach Perlen fragen.

  • Machen Sie gemeinsam Sitzgymnastik. Hier finden Sie Übungen.

Haushalt:

  • Kartoffeln schälen: Wer immer gerne in der Küche gearbeitet, führt oft auch im Altern gerne die vertrauten Handgriffe aus.

  • Andere legen lieber Wäsche zusammen. Gerade Geschirrtücher oder T-Shirts lassen sich gut falten.

  • Auch Sortieren kann Spaß machen: Ob Legosteine, Knöpfe, Besteck oder Stoffe – vielleicht finden Sie etwas, das aufgeräumt werden muss.

Kruscheln:

  • Es gibt extra Nesteldecken oder Kissen für Menschen mit Demenz. Verschiedene Reißverschlüsse oder Knöpfe halten die Finger beschäftigt. Diese Decken kann man auch leicht selbst machen. Hier steht, wie es geht.

  • Besorgen Sie ein dickes Sisalseil im Baumarkt – damit kann man ganz wunderbar Zöpfe flechten.

  • Füllen Sie eine große Schüssel oder eine breite Schale mit (Vogel-)Sand. Im Sand können Sie Knöpfe oder Muscheln verstecken, nach denen Ihr Angehöriger suchen kann. Funktioniert auch mit einer Schüssel mit rohen Linsen oder Reis.

Erinnern:

  • Viele Menschen mit Demenz blättern gerne in alten Fotoalben und erinnern sich so noch an Details und Momente aus der eigenen Kindheit.

  • Auch Kindermärchen als Hörspiele können bei Ihrem Angehörigen Erinnerungen wecken. Schlager oder Blasmusik haben – je nach Biografie – oft einen ähnlichen Effekt.

  • Auch Gerüche oder Gerichte können Ihren Angehörigen in die Vergangenheit reisen lassen. Kochen Sie gemeinsam sein Lieblingsgericht oder versuchen Sie, mit Aromaölen die früheren Waldspaziergänge ins Wohnzimmer zu holen.

Experimentieren:

  • Je nach Fortschreiten der Krankheit, können Sie auch versuchen, Ihren Angehörigen für Sprachassistenten zu begeistern. Mit Google, Apple o.ä. kann man sich Nachrichten vorlesen lassen, Musik abspielen oder Wissensapps ausprobieren.

Warum manchmal aber doch "Nichtstun" die beste Beschäftigung ist, hat Redakteurin Peggy Elfmann in diesem Artikel aufgeschrieben.


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