Abwarten und Tee trinken. Das ist ein beliebter Ratschlag für Erkältungs-Patienten. Und einen leichten grippalen Infekt kann man mit viel Ruhe, genügend Flüssigkeit, gesunder Ernährung und ausreichend Schlaf in der Regel auch in den Griff bekommen. Hat eine Erkältung jedoch beispielsweise einen immungeschwächten Menschen erwischt, können leicht Komplikationen entstehen.
Gesunde Menschen hingegen kann eine Erkältung zwar schwächen, in der Regel verläuft die Erkrankung aber harmlos. In der Apotheke bekommen Sie hilfreiche Ratschläge und symptomlindernde Medikamente. Eine Erkältung wird üblicherweise von Viren hervorgerufen. Deshalb ist ein Antibiotikum – also ein Arzneimittel, das Bakterien abtötet – meistens nicht sinnvoll. Diese Medikamente kann aber sowieso nur ein Arzt verordnen.
Harmlose Erkältung oder gefährliche Grippe?
Senioren sollten eine Erkältung jedoch nicht auf die leichte Schulter nehmen. Manchmal sind die Symptome gar nicht so ausgeprägt, obwohl der Zustand ernst ist. Zum Beispiel steigt das Fieber teilweise gar nicht besonders stark an. Doch bereits bei einer leicht erhöhten Körpertemperatur kann trotzdem schon ein schwerer Infekt vorliegen.
Hinweise darauf, dass Sie es mit etwas Ernsterem als einer leichten Erkältung zu tun haben, können zum Beispiel Atemnot, starker Husten mit hohem Fieber oder ein faulig-eitriger Geschmack im Mund sein. Starke, kaum erträgliche Schmerzen hinter der Stirn, in den Gliedern oder im Brustkorb sind ebenso Warnzeichen. Treten derartige Beschwerden auf, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Eine Grippe oder eine Lungenentzündung können sehr gefährlich werden und sogar tödlich enden.
Nach etwa sieben Tagen sollte ein grippaler Infekt abgeklungen sein. Dauern die Beschwerden länger an, sollten Sie in jedem Fall einen Mediziner zu Rate ziehen.
Ansteckungen vermeiden
Erkältungsviren sind sehr infektiös, das heißt die Ansteckungsgefahr ist sehr groß. Beim Händeschütteln oder versehentlichen Anhusten können die Viren auf Ihren Körper gelangen. In der Schnupfenzeit lohnt es sich also, besonders häufig die Hände zu waschen und den engen Kontakt zu Husten-Patienten und Rotnasen zu meiden.
Sophie Kelm / www.senioren-ratgeber.de;
06.09.2010, aktualisiert am 20.01.2012
Bildnachweis: Thinkstock/Pixland
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