Walnuss: Kraftpaket mit Gesundheits-Plus

In Walnüssen stecken eine Menge gesunder Nährstoffe. Warum Sie täglich eine Handvoll knacken sollten

von Elke Schurr, aktualisiert am 19.01.2016

Kopf-Nüsse: Das Äußere der Walnuss erinnert an das menschliche Gehirn

Fotolia/5second

Sie sieht so aus, als hätte jemand das menschliche Gehirn im Kleinen nachmodelliert und dann in eine Schale gesteckt. Kann das Zufall sein? Ernährungswissenschaftler jedenfalls kürten die Walnuss unlängst zum Star unter den Schalenfrüchten. Schließlich verfügt keine andere Nuss in der großen Nussfamilie über so viel Gesundheitspotenzial: Ihre wertvollen Fettsäuren können den Blutcholesterinspiegel positiv beeinflussen, Vitamine, Mineral- und manch andere Pflanzenstoffe unter der harten Schale sorgen für Energie, Zellschutz und elastischere Gefäße.

"Walnüsse schützen vermutlich auch die Leber vor Verfettung und senken das Diabetesrisiko", nennt Ernährungsforscher Dr. Stephan Barth aus dem Max-Rubner-Institut in Karlsruhe aktuelle Ergebnisse aus Tierstudien. Ob was dran ist, müssen weitere Untersuchungen klären. Sicher ist aber schon heute: Nicht umsonst gehören die leckeren Walnüsse seit Generationen ins Studentenfutter.


Nüsse: Klein, aber oho!

Wissenschaftler raten zu einer Handvoll täglich. Denn internationale Studien bestätigten: Die wirksame "Nuss-Dosis" liegt bei 30 Gramm am Tag. Damit Sie von den Gesundheitswirkungen der Knabberei auf lange Sicht profitieren, dürfen Sie die Nuss also ruhig täglich auf Ihren Speiseplan setzen – etwa als Snack, was auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt: "Nüsse gehören aufgrund ihrer hohen Nährstoffdichte zu einer gesunden Ernährung dazu", bestätigt DGE-Ernährungswissenschaftlerin Antje Gahl.


Das steckt in Walnüssen

  • Gute Fette

    Fettsäuren im richtigen Verhältnis: Walnüsse enthalten viele Omega-3-Fettsäuren.


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  • Zündstoffe

    Vitamin E und eine Menge B-Vitamine halten den Stoffwechsel am Laufen.


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  • Fitmacher

    Walnüsse enthalten viel Magnesium, Phosphor, Kupfer, Eisen, Selen und Zink.


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  • Zellschutz

    Phytosterole und Flavonoide schützen Körperzellen vor Stress.


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Wer befürchtet, sein Kalorienkonto damit über Gebühr zu strapazieren, sei beruhigt: 30 Gramm Nüsse enthalten zwar zirka 170 Kilokalo­rien, doch die sind gut angelegt. Hinzu kommt der hohe Sättigungseffekt: Wer Nüsse nascht, greift automatisch seltener in die Chipstüte. 

Heimische Ware mit herber Note

Ob mit Schale oder geknackt: Bis zu 70 Prozent der im Handel angebotenen Nüsse haben eine weite Reise hinter sich. Die meisten stammen aus Kalifornien, viele aus China. Wer Gelegenheit hat, auf Wochenmärkten heimische Ware zu ergattern, sollte nicht nur aus Umweltgründen zugreifen: Deutsche, aber auch französische oder ungarische Nüsse schmecken besonders intensiv und besitzen diese leicht herbe Note.

Wer einen Nussbaum im Garten hat, kann sich glücklich schätzen. Auch wenn das Aufsammeln und Trocknen der Früchte mühsam ist und jede Nuss von Hand geknackt sein will: Das unverkennbare Aroma lohnt die Arbeit und verleiht Salaten und Suppen den letzten Pfiff.    

Alternative zur ganzen Walnuss: Wintersalat mit Nussöl

Damit die Früchte ihr Aroma, aber auch den hohen Nährstoffgehalt bewahren und nicht verschimmeln, sollten Sie Walnüsse in ihrer Schale, trocken, kühl und dunkel in einem Netz oder Korb aufbewahren.       

Für alle Knackmuffel gibt es eine wunderbare Alternative: Besorgen Sie sich ein gutes, naturbelassenes Walnussöl, und Ihr Feldsalat schmeckt plötzlich so raffiniert französisch.


Allergie-Gefahr bei Nüssen

Nüsse, auch Walnüsse, rufen bei manchen Menschen heftige allergische Reaktionen hervor. Sogar Spuren genügen, um etwa Atemnot auszulösen. Wem im Frühjahr Pollen von Birke, Hasel oder Erle zu schaffen machen, der entwickelt häufig eine Kreuzallergie gegen ähnliche Stoffe. Neben Nüssen vertragen Betroffene dann auch keine Birnen, Äpfel, Pflaumen oder Kiwis. Ein Test beim Allergologen schafft Klarheit.



Bildnachweis: Fotolia/5second

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