Zähneputzen: Darauf kommt es an

Reichen zweimal täglich? Sind Zahnseide und Mundspüllösungen sinnvoll? Was Zahnpflegeprofis in sieben wichtigen Fragen rund um die Mundhygiene raten
von Petra Haas, aktualisiert am 05.04.2017

Zahnpflege: Gewöhnliche Pasta reicht meist aus

Mauritius Images/BSIP/B. BOISSONNET

1. Zweimal täglich oder öfter?

Morgens und abends reicht – wenn man gründlich putzt. Gut für zwischendurch: viel trinken, Rohkost knabbern, Zahnpflegekaugummi kauen. Speichel fördert die Selbstreinigung.

2. Manuell oder elektrisch?

Eine elektrische Zahnbürste entfernt Beläge besser und ist leichter zu handhaben als eine Handzahnbürste. Wer damit putzt, muss sich über Bewegungsablauf und Druck weniger Gedanken machen.


3. Zahnpasta oder Spezialcreme?

Geeignet ist normale Zahnpasta oder eine Sensitiv-Variante mit mäßigem bis geringem Abriebsgrad. Weißmacherzahnpasten helfen, die natürliche Zahnfarbe wieder erscheinen zu lassen.

4. Schaben oder schrubben?

Am besten erst einen Zungenschaber verwenden, um die groben Beläge zu entfernen, dann eine Bürste mit etwas Zahnpasta. Ideal sind Kombiprodukte mit einem Schaber auf der einen und einer Bürste auf der anderen Seite.

5. Zwei oder fünf Minuten?

Die Putzzeit variiert – je nach Regelmäßigkeit des Gebisses und Technik. Bis zu fünf Minuten kann es dauern, bis Beläge weggeputzt sind. Genug geschrubbt? Mit Färbetabletten aus der Apotheke den Test machen!

6. Mundwasser oder Mundspüllösung?

Medizinische Mundspüllösungen härten den Zahnschmelz. Ein paar Tropfen Mundwasser im Glas Wasser bringen dagegen nur ein vorübergehendes Frischegefühl. Zahnfleischbluten, schlechter Atem? Zum Zahnarzt gehen.

7. Seide oder Bürstchen? 

Immer mehr Zahnärzte raten zum Interdentalbürstchen. Doch Ältere mit steifen Fingern kommen oft besser mit Zahnseide in greifbaren Flosshaltern zurecht. Ausprobieren! Ob Bürstchen oder Seide: nur sanft im Zwischenraum auf und ab bewegen.

Fachliche Beratung: Professor Christoph Benz, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Alterszahnmedizin, Professor Stefan Zimmer, Lehrstuhl für Zahnerhaltung und Präventive Zahnmedizin, Uni Witten/Herdecke



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