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Unterwegs auf Elektromobilen für Senioren

Mit Elektromobilen, auch Scooter genannt, bleiben Senioren länger mobil. Wir geben Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Kauf, Laufleistung und Wartung


Für Elektromobile braucht man oft keinen Führerschein

Bis ins hohe Alter selbstständig und mobil zu bleiben, ist ein Wunsch, den viele teilen. Doch wer nicht mehr gut zu Fuß ist, für den bedeutet schon der Einkauf beim nächsten Supermarkt oder der Besuch bei Freunden einen Kraftakt. Ein Elektromobil, auch Seniorenmobil oder Scooter genannt, kann ein Weg zurück zu mehr Bewegungsfreiheit sein.

Die Fahrzeuge eignen sich gut, um Strecken innerhalb einer Ortschaft zurückzulegen und sind dabei einfach zu bedienen. Kleinere Modelle haben meist eine relativ geringe Akkulaufzeit und eignen sich deshalb nicht wirklich für lange Strecken. Dafür können Sie im Kofferraum eines Autos mitgenommen werden. Lesen Sie alles Wichtige zu den mobilen Helfern.


Für wen eignen sich Elektromobile?

Für Elektromobile braucht man in vielen Fällen keinen Führerschein. Um das Gefährt zu steuern, benötigt man jedoch beide Arme. Wer nur noch einen Arm voll gebrauchen kann, könnte über Elektrorollstühle als Ausweichmöglichkeit nachdenken.



Manche Scooter erreichen bis zu 15 km/h

Was kostet ein Elektromobil?

Die Preisspanne ist groß. Günstige Modelle sind ab knapp über 1000 Euro zu haben, teure kosten um die 5000 Euro. Der Preis hängt von Leistung und Ausstattung ab. Lassen Sie sich im Fachhandel beraten, welches Modell am besten zu Ihnen passt.

Was zahlt die Krankenkasse?

Kranken- und Pflegekassen können die Kosten für ein Elektromobil zum Teil oder vollständig übernehmen. Das sollten Sie jedoch unbedingt vor der Anschaffung klären. Um den Antrag zu stellen, benötigen Sie in der Regel eine ärztliche Bestätigung, dass Sie auf das Gerät als Hilfsmittel angewiesen sind. Wegen den genauen Bedingungen wenden Sie sich am besten direkt an die Kasse.

Wie sieht es mit Elektromobilen im Straßenverkehr aus?

Elektromobile fallen unter die gesetzlichen Bestimmungen für Krankenfahrstühle. Die meisten Modelle erreichen nur eine Höchstgeschwindigkeit von 6 km/h, manche bringen allerdings bis zu 15 km/h auf den Asphalt. Das ist ungefähr so schnell wie ein flotter Fahrradfahrer. Alle Elektromobile sind für den Straßenverkehr zugelassen, gerade mit einem langsamen Modell sollte man allerdings möglichst nur auf Geh-, Rad- und Feldwegen fahren. Für Scooter über 6 km/h benötigt man eine Betriebserlaubnis, die man beim Fahren dabei haben muss. „Diese wird beim Kauf mitgeliefert“, erklärt Michael Fabisch vom Sanitätshaus Danzeisen in München.

Welche Reichweite haben Elektromobile?

Elektromobile sind batteriebetrieben. Wie weit Sie mit einem Scooter kommen, hängt von der Laufleistung der Akkus ab. Auch, wie schnell man unterwegs ist und wie schwer das Gefährt beladen ist, spielt eine Rolle. Unter Idealbedingungen sollen manche Scooter nach Herstellerangaben eine Reichweite von bis zu 50 Kilometer haben. „In der Praxis sind es allerdings meist weniger Kilometer“, so Fabisch.

Müssen Elektromobile zum TÜV?

„Eine regelmäßige Prüfung durch den TÜV gibt es für Elektromobile nicht“, sagt Fabisch.  Somit obliegt es dem Nutzer, sein Gefährt in Schuss zu halten. Hilfe bei Problemen gibt es im Sanitätshaus.

Wie lange hält der Akku?

Elektromobile beziehen ihren Strom aus eingebauten Akkus. Diese müssen regelmäßig aufgeladen werden, indem man sein Mobil an eine Steckdose anschließt. Wie lange ein Akku hält, bevor er ausgetauscht werden muss, hängt von der Qualität der Batterie und der Sorgfalt des Benutzers ab. Akkus sollten regelmäßig entladen und dann wieder voll aufgeladen werden. „So hält ein Akku durchaus zwei Jahre oder länger“, weiß Fabisch.

Gibt es eine Versicherungspflicht?

Modelle bis zu 6 km/h sind nicht versicherungspflichtig, können aber in eine bestehende Haftpflichtversicherung eingebunden werden. Ihre Versicherung wird Ihnen Auskunft geben. Für schnellere Modelle benötigen Sie eine eigene Haftpflichtversicherung.




Bildnachweis: Strandperle/imagebroker, Fotolia/Pixelot

Stephan Soutschek / www.senioren-ratgeber.de; 30.05.2012, aktualisiert am 01.06.2012
Bildnachweis: Strandperle/imagebroker, Fotolia/Pixelot

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