Die fernöstliche Kampfkunst eignet sich auch für ältere Menschen
Trauen Sie sich? Probieren Sie doch einmal Tai-Chi aus!
Die Idee
Taijiquan, sprich Tai-Tschi-Tschuan, besser bekannt als chinesisches Schattenboxen, ist ursprünglich eine Kampfkunst (= chuan), die im Kaiserreich China zur Selbstverteidigung entwickelt wurde. Inzwischen wird Tai-Chi sowohl in der Volksrepublik China als auch im Westen als Gesundheitsübung und Bewegungsmeditation ausgeübt. Die zugrunde liegende Idee steckt in dem Wörtchen chi (= Qi, siehe Symbol links), was so viel heißt wie Energiefluss oder Lebensenergie. Tai-Chi geht auf eine der Lehren des Lao-Tse zurück: „Das Weiche besiegt das Harte.”
So wirkt’s
Robust wie ein Holzfäller, gelassen wie ein Weiser, geschmeidig wie ein Kind: So formulierten Chinesen auf alten Schriftrollen die Ziele des Tai-Chi. Westlich-nüchtern betrachtet, helfen die Zeitlupen-Übungen beim Entspannen und trainieren nebenbei die Atmung, Beweglichkeit und Koordinationsfähigkeit. Eine ganzheitliche Gymnastik also, die Körper und Geist fordert und den Energiefluss anregt.
Wo gibt’s das?
Rund 10.000 ausgebildete Tai-Chi-Lehrer gibt es inzwischen in Deutschland. Lernen Sie das chinesische Schattenboxen bei einem Lehrer, der mindestens eine 250 Stunden umfassende Zusatzqualifikation vorweisen kann. Dann können Krankenkassen bei Bedarf einen Zuschuss beisteuern. Fragen Sie im Sportverein nach, oder schauen Sie ins Internet oder Branchenbuch. Auch Volkshochschulen bieten Tai-Chi-Kurse an.
Für wen?
Hunderte von Menschen aller Altersklassen treffen sich morgens in chinesischen Parks und bewegen sich lautlos, fließend-gleitend, der aufgehenden Sonne zugewandt. Tai-Chi ist die optimale Entspannungsgymnastik – gerade für Senioren, die unter Herz-Kreislauf-Problemen leiden und etwas gegen ihren Bluthochdruck tun wollen. Sportkenntnisse sind zu Beginn eines Kurses nicht erforderlich.
Senioren Ratgeber;
29.12.2009
W&B/Martin Ley
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