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Gut gerüstet gegen Glatteis

Jetzt wirdʼs kalt und glatt. Damit Sie von Ihrem Einkauf oder Spaziergang wohl­behalten zurückkehren, sollten Sie sich entsprechend ausstatten.

von Elke Schurr , 09.03.2020
Glatteis

Der Hund muss raus? Die Milch geht aus? Prima, an die frische Luft sollte man ja mindestens einmal am Tag gehen! Wenn draußen jedoch eine dicke Schneeschicht die Wege bedeckt oder Glatteis jeden Schritt zur Rutschpartie macht, sollten gerade ältere Menschen sich gut ausstatten. Wer dann noch Kraft und Balance trainiert, ist für die kalte Jahreszeit gewappnet.

Mit Profil: rutschfeste Sohlen

"Tief eingeschnittene Profilsohlen aus weichem bis mittelhartem Gummi sind wintertauglich und rutschen nicht weg", sagt Stefan Winter vom Deutschen Alpenverein. Außerdem sollte der Schuh mindestens knöchelhoch sein, "das gibt Halt". Socken über den Schuh zu ziehen ist keine gute Idee: Sie vereisen rasch.

Mit Metall: Spikes für Schuhe

Mit Spikes an Gummibändern, die Sie auf die Sohlen ziehen, geht es sich auf Schnee und Eis wesentlich sicherer. Wer Mühe beim Anbringen hat: Es gibt Stiefel, in deren Sohlen Spikes integriert sind, die sich ausklappen lassen. Bei Blitzeis und spiegelglatten Gehwegen sollten Sie allerdings besser daheimbleiben. Legen Sie sich für alle Fälle einen Vorrat an Lebensmitteln an.

Mit Kralle: Extras für Gehhilfe

Auch Gehstöcke können Sie wintertauglich umrüsten. "Dafür gibtʼs Eiskrallen oder Schutzkappen mit Spikes", so Herbert Milewski, Berater in einem Sanitätshaus in München. Damit Sie auch mit Ihrem Rollator gut durch Dunkelheit und Matsch kommen: Klemmen Sie eine Zusatzleuchte an den Wagen, bringen Sie Speichenreflektoren an, und wählen Sie Räder mit griffigerem Profil. Vor allem: Kehren Sie den Schnee nach jedem Ausflug von den Rädern, und kontrollieren Sie regelmäßig die Bremsen!

Mit Heizung: für Hand und Fuß

Der Mensch kühlt am schnellsten über seine Körperspitzen aus. Gehen Sie deshalb mit Mütze und warmen Schuhen raus. Winter rät zudem zu Strümpfen, die an den Fersen und im Zehenbereich aufgeplüscht sind. "Sie sind wärmer und polstern die Druckstellen." Für Verfrorene: Hand- und Sohlenwärmer aus der Apotheke oder kleine Taschenöfen mit Akkus sind bei ex­trem niedrigen Temperaturen sehr hilfreich. Aber Vorsicht, nichts für Diabetiker mit Empfindungsstörungen!

Mit Licht: Clip und Reflektoren

Mit Leuchtbändern oder Reflektoren können andere Sie besser erkennen. Die Anhänger oder Aufkleber bringen Sie am Ärmel, an der Hose oder Jacke an. Auch LED-Clips für Schuhe oder Stirnlampen schützen Sie in der Nacht. Trotzdem: Versuchen Sie besser bei ­Tageslicht Ihre Einkäufe zu erledigen. Das hilft, Stürze zu vermeiden.

 


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