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Corona: Mit Maske einkaufen – eine Anleitung

Wann aufsetzen, wie absetzen und was gibt es noch zu beachten? Wie Sie mustergültig mit Mund-Nasen-Schutz einkaufen gehen und sich selbst und andere schützen.

von Orla Finegan, 04.05.2020

1. Vorbereiten: Lange Haare sollten Sie zusammenbinden, damit die Maske gut hält. Ein Bart sollte so kurz getrimmt sein, dass er komplett unter der Maske verschwinden kann. Waschen Sie sich nochmal gründlich die Hände, bevor Sie das Haus verlassen. Wenn Sie den Mund-Nasen-Schutz erst kurz vor dem Supermarkt oder vor dem Einsteigen in Bus oder Bahn aufsetzen möchten, sollte er in einer sauberen Tüte verpackt sein.

2. Unterwegs: Fassen Sie so wenig wie möglich unterwegs an. Wenn Sie in einem Mehrfamilienhaus wohnen, können Sie die Haustür vielleicht mit dem Ellbogen oder mit Ihrem Haustürschlüssel öffnen.

3. Aufsetzen: Um den Mund-Nasen-Schutz aufzusetzen, sollten Sie ihn nur an den Gummibändern anfassen. Halten Sie ihn vor Nase und Mund und befestigen die Bänder hinter den Ohren. Tragen Sie ein Hörgerät? Dann sollten Sie sich eine Maske zulegen, die am Hinterkopf zusammengebunden wird – diese sitzt dann besser und Sie müssen sich keine Sorgen um das teure Hörgerät machen. Haben Sie eine Maske mit einer Metallklammer, so gehört diese auf den Nasenrücken. Gut festdrücken, damit die Maske so nah wie möglich am Gesicht sitzt. Dann sollte auch die Brille nicht beschlagen.

4. In Bus oder Bahn: Aktuell gilt dort Maskenpflicht! Setzen Sie sich nach Möglichkeit hin, sodass Sie nicht die Haltestangen anfassen müssen. Den "Stop"-Knopf im Bus können Sie vielleicht auch mit dem Ellenbogen betätigen oder in einem wenig besetzen Bus den Fahrer direkt bitten, an der nächsten Station zu halten. In der U-Bahn oder der Tram kommen Sie eventuell nicht umhin, den Türhebel oder -knopf zu drücken. Falls das nicht mit dem Ellenbogen geht, können Sie sich vielleicht hinterher die Hände mit feuchten Desinfektionstüchern gründlich abwischen. Wenn Sie sich nicht ins Gesicht fassen, bis Sie die Hände wieder waschen können, schützen Sie sich auch. Und: Vermeiden Sie Stoßzeiten.

5. Der Weg zum Supermarkt: Auch Einkaufen ist nur noch mit Maske erlaubt. Deshalb sieht man jetzt auf den Straßen immer mehr Menschen, die die Masken zwar schon an den Ohren befestigt haben, die Maske selbst aber am Kinn hängen haben, um besser atmen zu können. Verständlich – je nach Material kann es hinter dem Mund-Nasen-Schutz ganz schön stickig werden. Doch Vorsicht: Streng genommen müsste die Maske jedes Mal getauscht werden, weil man dabei mit den Fingern an ihr herumhantiert. Besser aufgesetzt lassen.

6. Der Einkaufswagen: In einigen Supermärkten werden die Griffe der Einkaufswagen nach jedem Benutzer desinfiziert. Vielleicht haben Sie auch selbst Tücher dabei oder können auf den Wagen verzichten. Wenn nicht: Nicht ins Gesicht fassen und bei der nächsten Gelegenheit gründlich die Hände waschen. Das minimiert verringert das Risiko einer Ansteckung stark.

7. Zwischen den Regalen: Um sich selbst und andere zu schützen, sollten Sie versuchen, möglichst nur die Waren anzufassen, die Sie kaufen möchten. Das gilt vor allem bei Obst und Gemüse, aber auch für anderen Produkte. Hier finden Sie mehr Tipps, wie Sie den Einkauf in Corona-Zeiten clever gestalten können.

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PCR- oder Antikörpertests: Wie unterscheiden sich die unterschiedlichen Tests, die in der Corona-Pandemie eingesetzt werden? Wie zuverlässig sind diese überhaupt? Das beantwortet Dr. Marc Becker.

8. An der Kasse: Wenn Sie mit Karte bezahlen, müssen Sie kein Bargeld mit dem Kassierer tauschen. Allerdings müssen Sie bei höheren Summen Ihre PIN eingeben. Vielleicht haben Sie für Ihr Smartphone oder Tablet einen Stift mit Gumminoppe zuhause? Nehmen Sie ihn mit und tippen damit die PIN ein. Mit diesem Stift können Sie auch den Touchscreen des Geldautomaten in der Bank bedienen.

9. Maske absetzen: Raus aus dem Supermarkt und Maske ab? Schauen Sie sich erstmal um: Müssen Sie an der Ampel mit vielen Menschen warten, bis Sie die Straße überqueren können? Oder der Gehweg ist so schmal und voll, dass die 2 Meter Mindestabstand nicht immer eingehalten werden können? Dann lassen Sie die Maske sicherheitshalber noch auf, um andere zu schützen. Achtung: Die Maske ist nur wirksam, wenn sie nicht schon komplett durchfeuchtet ist.

Wenn Sie die Maske absetzen, dann so: Greifen Sie mit beiden Händen gleichzeitig zu den Ohren und ziehen die Maske von hinten nach vorne vom Gesicht. Wichtig: Fassen Sie nur noch die Bänder an, nicht die Maske selbst. Entsorgen Sie eine Einmal-Maske nach dem Tragen direkt in einem geschlossenen Mülleimer und waschen sich danach gründlich die Hände. Nutzen Sie waschbare Masken aus Stoff, sollten diese so bald wie möglich in die Wäsche. Wenn die Wäsche erst am nächsten Tag fällig ist, sollten Sie die Maske in einen Plastikbeutel packen, damit eventuelle Viren sich nicht weiter ausbreiten können. Doch Vorsicht: Ist die Maske vom Atmen feucht und bleibt zu lange in der Tüte, kann sie anfangen zu schimmeln. Manche Masken kann man auch in einem Topf auskochen, fragen Sie nach.

10. Einkäufe ausräumen: Sie haben sich die Hände nach dem nach Hause kommen und Absetzen der Maske gründlich gewaschen. Nun verräumen Sie Ihre Einkaufe, danach sollten Sie sich nochmals die Hände waschen – genauso gründlich wie zuvor, mindestens 30 Sekunden mit Seife. Umziehen müssen Sie sich nach dem Einkauf nicht – eine Übertragung der Viren über Textilien scheint sehr unwahrscheinlich. Haben Sie viele Türen oder Knöpfe mit Ihrem Ellenbogen berührt, können Sie sicherheitshalber den Pullover wechseln.

11. Hände pflegen: Vom vielen Händewaschen ist Ihre Haut sicherlich auch stark strapaziert. Pflegen Sie die Hände – am besten mit einer möglichst schwach parfümierten, reichhaltigen Handcreme.  Salben mit regenerierenden, entzündungshemmenden und wundheilenden Inhaltsstoffen wie etwa Sucralfat, Zinksulfat oder Panthenol verwöhnen die Haut, wenn sie schon sehr angegriffen ist. In der Apotheke beraten lassen.


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