Nikotinpflaster oder -kaugummis besser?

Eine Nikotinersatztherapie mit Pflastern oder Kaugummis kann bei der Rauchentwöhnung helfen. Für wen sich welche der beiden Methoden eignet, erklärt Apotheker Alexander Klenner

von Elke Schurr, 25.08.2017

Nikotinpflaster: Endlich von den Zigaretten loskommen!


Welche von beiden Möglichkeiten sich besser zur Entwöhnung eignet, hängt von Ihrem Rauchverhalten ab. Greifen Sie nur gelegentlich zur Zigarette, unterstützen Kaugummis Sie besser beim Rauchverzicht. Wichtig ist, dass Sie diese schnell wirkenden Nikotinersatzmittel über den Tag verteilt kauen, also höchstens einen Kaugummi in der Stunde und maximal 16 pro Tag. Dabei kauen Sie langsam eine Minute lang, machen dann eine Pause, und wiederholen den Vorgang mehrmals über 30 Minuten.

Falls Sie 20 oder mehr Zigaretten täglich rauchen, sind Pflaster die bessere Lösung. Jeden Morgen im Abstand von 24 Stunden kleben Sie ein neues Pflaster auf. Über die Haut wird der Organismus so kontinuierlich mit dem Suchtstoff versorgt, was typische Entzugserscheinungen wie Unruhe, gesteigerten Appetit, Schlafprobleme lindert. Nach ein paar Wochen können Sie auf geringer dosierte Pflaster umsteigen.

Eine Nikotinersatztherapie sollte man nach dem Rauchstopp nicht länger als drei Monate anwenden. Bevor Sie starten, sollten Sie sich die Vorteile eines Rauchstopps klar vor Augen führen. Das steigert Ihre Motivation, anzufangen, und erleichtert Ihnen das Durchhalten.

Gehen Sie zum Arzt, wenn Sie unter Herz-Kreislauf-Krankheiten, Bluthochdruck, Schilddrüsenerkrankungen oder Epilepsie leiden. Die Nikotinersatztherapie könnte dann für Sie nicht infrage kommen.


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