Ihr gutes Recht im Supermarkt

Was beim Einkaufen erlaubt ist – und was Sie besser bleiben lassen. Ein Überblick

von Kai Klindt, 12.07.2016
Frau prüft Lebensmittel

Anfassen erlaubt: Sie dürfen den Zustand der Ware überprüfen


1. Blättern erlaubt

"Lesen verpflichtet zum Kauf", steht mitunter am Zeitschriftenregal. Zu Unrecht: Der Kunde darf blättern. Übertreiben sollte man es nicht – sonst kann der Händler ein Hausverbot aussprechen.

2. Kleinigkeiten mit großen Scheinen bezahlen?

Wer Eis am Stiel mit einem 100-Euro-Schein bezahlt, kann Probleme bekommen. Kassierer dürfen die Annahme großer Scheine verweigern.

3. Limit für Großkunden

Palettenweise einkaufen? Da kann sich der Verkäufer querstellen und auf "haushaltsübliche Mengen" pochen. Wie viel das ist, liegt allein in seinem Ermessen.

4. Wer anstößt, zahlt

Der Kunde hat die Pyramide mit den Gurkengläsern zum Einsturz gebracht. Klarer Fall: Er muss für den Schaden geradestehen – es sei denn, der Händler ist beim Platzieren der Ware fahrlässig vorgegangen.

5. Schnäppchen bis mittags verfügbar

Oft ist Aktionsware fix weg. Zumindest bis zum Mittag des ersten Verkaufstags muss der Händler den Artikel vorhalten­ – es sei denn, er hat einen gut sichtbaren Hinweis auf begrenzten Vorrat angebracht.

6. Bon oder Preisschild: Welcher Preis gilt?

Auf dem Preisschild steht 1,49 Euro. Auf dem Bon sind es aber 1,99 Euro. Was gilt? Der Betrag, den die Kasse anzeigt. Als Kunde kann man jedoch häufig mit dem Entgegenkommen des Händlers rechnen.

7. Kein Obst oder Gemüse probieren

Die Avocado prüfen, ob sie auch schön reif ist? Das geht. Aber Obst und Gemüse probieren gilt als Diebstahl. Ausnahme: Der Händler bietet die Ware zum Kosten an.

Fachliche Beratung: Daniela Czekalla, Verbraucherzentrale Bayern


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